Alles im Kasten

Briefkastenfirma. Natürlich hört Manfred Schulte immer wieder mal dieses Wort, bei dem Prominente und Finanzoligarchen zittern, während Steuerfahnder Überstunden schieben. Für den 63-Jährigen ist es alles andere als ein Schimpfwort. Schließlich verdient er mit dem Bau von Briefkästen sein Geld. Und mit ihm 45 Beschäftigte. Ihre Arbeiten hängen und stehen vor Luxusvillen in Moskau ebenso wie im Eingang von Dresdener Hochhäusern oder am Tor von Schweizer Unternehmen. Und vor dem Rathaus von Großröhrsdorf, wo Schulte seine Firma betreibt.

„Ich lebe Briefkästen“, sagt der Unternehmer und lächelt. Die Boxen für Zeitungen, Briefe und Pakete durchziehen sein ganzes Berufsleben. Zehn Jahre lang leitete er im Sauerland, seiner Heimat, die Verkaufsabteilung eines großen Briefkastenherstellers. „Dann wurde ich ausrangiert“, sagt er, und seine Stimme klingt für einen Moment bitter. Er stand mit Anfang vierzig vor der Frage: Was nun? Verkäufer für einen anderen Hersteller? „Dann hätte ich das vielleicht weitere zehn Jahre gemacht und wäre dann über fünfzig gewesen. Nein, da wollte ich mich doch lieber selbstständig machen.“ Mit dem Bau von Briefkästen natürlich. … (© Sächsische Zeitung / SZ-ONLINE.DE)

Lesen Sie jetzt den kompletten Artikel auf www.sz-online.de.

Beitrag online lesen

Oder Sie laden sich den Artikel als PDF-Datei herunter.

PDF-Download